Tipps für das professionelle Verfassen von Texten für das Web

Tipps für das professionelle Verfassen von Texten für das Web

Worauf kommt es beim Verfassen eines Artikels an? Gewinne die Aufmerksamkeit des Lesers im Internet! Lasse dich von unseren Tipps zur Vorgehensweise inspirieren und siehe selbst, wie sich dies auf die Qualität deiner Texte auswirkt. Von der Vorbereitung über das Schreiben bis hin zum Überarbeiten: Texte schreiben leicht gemacht!

Artikel vorbereiten in einer Redaktion

Bild: Beim Verfassen von Texten kommt es auf die Vorgehensweise an. Bildquelle: Vladyslav Starozhylov – 418014910 / Shutterstock.com

Die Vorbereitung

Auf den Leser einstellen: Schaue dir die Webseite, auf der dein Text veröffentlicht wird, genau an und versuche, dir ein konkretes Bild über den typischen Besucher dieser Seite zu machen. Beantworte dir die Frage: Was für ein Mensch ist er? Wie gebildet ist er? Was sind seine Interessen? In welcher Situation steckt er und was führt ihn auf diese Webseite?

Die Kernbotschaft / das Ziel herausarbeiten: Warum gibt es das Unternehmen oder das Produkt? Warum schreibe ich diesen Text? Welche Fragen wird der Leser über dieses Produkt stellen und welche Antworten erhofft er, in einem Ratgeber zu finden? Gibt es Besonderheiten, gesetzliche Vorschriften oder ähnliches? Welche Keywords sind wichtig? Schreibe dir alle Antworten und zentrale Schlüsselbegriffe auf. Sie dienen als Basis zur konkreten Gestaltung deines Textes.

Die Eckpunkte des Textes festlegen: Mache dir Notizen zum Inhalt! Welche Punkte sollten auf jeden Fall in den Text? Strukturiere deinen Text, bevor du mit dem Schreiben beginnst, zum Beispiel durch Zwischenüberschriften. Stelle dir dabei die Frage: Welches Ziel hat mein Text? (Linkziel einbauen)

Kreative Elemente durchdenken: Investiere genügend Zeit in die Überschrift, den Teaser und den Cliffhanger. Notiere dir überraschende Fakten, von denen du eine Brücke zu deinem Thema schlagen kannst, witzige Sätze, die Spannung erzeugen, oder provoziere, indem du mit einer allgemein akzeptierten Aussage beginnst, die sich dann überraschend widerspricht. Welche Bilder (Infografiken) könntest du in welchem Abschnitt einfügen? Wie kannst du die Bilder perfekt in deinen Text integrieren?

Den Schreibprozess planen: Plane zuerst, wie viel Zeit du für diesen Text voraussichtlich benötigst. Teile dir deine geplante Zeit gut ein. Reserviere dir – wenn möglich – ungestörte Zeitblöcke, in denen du dich voll und ganz auf das Schreiben konzentrieren kannst. Plane zusätzlich eine kleine Zeitreserve ein. Denn gute Texte lassen sich nur in angemessenen Zeitintervallen schreiben und nicht unter Zeitdruck in den letzten Minuten vor der geplanten Veröffentlichung oder dem Ablauf einer Deadline. Kontrolliere deine Fortschritte nach jedem Absatz und gleiche den Inhalt regelmäßig mit deiner Planung ab.

Beim Schreiben

Wie anspruchsvoll solltest du beim Schreiben sein? Lasse dich von deinem inneren Kritiker nicht lähmen. Überlege während des Schreibens nicht, ob die Formulierung gerade angemessen oder unangemessen, ein Fakt interessant oder uninteressant ist. Suche nicht zwanghaft nach der perfekten Formulierung. Wenn dir einmal kein unmittelbar zufriedenstellender Ausdruck in den Sinn kommt, dann markiere diese Textpassage und schreibe weiter. Dies spart nicht nur Zeit, sondern stört auch deinen Schreibfluss nicht. Gehe bestenfalls immer mit dieser Einstellung ans Werk: Wenn ich schreibe, schreibe ich und korrigiere nur störende Kleinigkeiten. Das baut den innerlichen Druck ab.

Gute Worte: Die besten Worte sind kurz, denn sie lassen sich flüssiger lesen.

Ein Beispiel:

  • Unser Ziel sind Energieeinsparungseffekte in Höhe von 20%.
  • Unser Ziel ist die Einsparung von 20% Energie.
  • Wir wollen 20% Energie sparen.

Sei sparsam mit Füllwörtern wie „natürlich“ „sowieso“ „schon“ „noch“, sie lenken ab und wirken sich negativ auf die Lesbarkeit des Textes aus. Ein Ausdruck wie „Aus diesen Gründen“ kann auf „Daher“ gekürzt werden.

Aktive Formulierung: Schreibe möglichst aktive Sätze. Das Gehirn benötigt mehr Zeit, um Sätze wie „Die Rechnungen werden geprüft“ zu verarbeiten, als in der Tätigkeitsform formulierte Aussagen zu verstehen: „Wir prüfen die Rechnung“.

Positive Formulierung: Formuliere, wenn möglich, keine negativen Sätze. Da der Leser nicht nur auf den Sinn eines Satzes reagiert, sondern auch auf einzelne Worte, stimmst du den Leser positiv, wenn du zum Beispiel eine Formulierung wie „die Sitzung war produktiv“ verwendest, anstatt „die Sitzung war nicht schlecht“ zu schreiben.

Abwechslungsreiche Satzzeichen:

  • Doppelpunkte und Gedankenstriche gliedern Sätze und strukturieren Sinnabschnitte, Doppelpunkte kündigen Aufzählungen an, während Gedankenstriche oft etwas Überraschendes oder Widersprüchliches anzeigen
  • Fragezeichen binden den Leser ein
  • Kommata helfen, den Satzbau zu verdeutlichen und Gedanken zu strukturieren

Überarbeiten

  1. In den Leser hineinversetzen: Während du deinen Text schon beinahe auswendig aufsagen kannst, hat der Leser vermutlich keinerlei Hintergrundwissen. Achte daher auf logische Zusammenhänge im Text.
  2. Solltest du während des Überarbeitens Konzentrationsschwierigkeiten haben, empfiehlt es sich, den Text auszudrucken und laut vorzulesen. Dabei brauchst du dich nicht sehr konzentrieren, entdeckst aber unmittelbar unschlüssige Formulierungen und bemerkst, wie flüssig dein Text zu lesen und wie verständlich dieser ist.

Folgende vier Punkte werden nacheinander durchgegangen:

Gesamttext: Einmal schnell durchlesen. Solltest du dich dabei erwischen, dass du einen Satz nochmal lesen möchtest, solltest du ihn direkt markieren, denn gewiss ist mit diesem Satz etwas nicht in Ordnung. Dann aber erst einmal weiterlesen! Schaue auf deine Vorbereitung, ist die Kernbotschaft im Text klar herausgearbeitet? Ist das Linkziel passend eingebaut? Hat dir der Text insgesamt gefallen oder solltest du einen Abschnitt nochmals überarbeiten?

Absätze: Überprüfe, ob dein Text optimal strukturiert ist. Kontrolliere, ob sich jeder Absatz auch nur um ein Thema dreht. Gibt es Absätze, die gespalten und neu zusammengesetzt werden sollten? Findest du unangebrachte Wiederholungen? Stehen die Absätze in einer sinnvollen Reihenfolge? (Textaufbau beachten: von Wichtigem zu Unwichtigem). Überlege dir auch, was in diesem Absatz fehlt oder welche Information überflüssig ist.

Sätze: Sind deine Sätze nicht zu lang und somit unverständlich? Kann der Leser die Reihenfolge deiner Gedanken nachvollziehen? Beachte, ob du

  • abwechslungsreiche Satzzeichen verwendest,
  • nur eine wichtige Aussage pro Satz tätigst,
  • klare, verständliche Sätze formulierst und
  • die wichtigste Aussage im Hauptsatz steht.

Wörter: Wenn du dir unsicher über deine Wortwahl bist, dann stelle dir die Frage: Ist das Wort notwendig? Ist der Begriff ausdrucksstark, kurz und anschaulich? Welche Keywords sollten beinhaltet sein? Sind diese eingebaut? Ist dein Sprachstil angemessen?

Leitfaden: Sind alle wichtigen Inhalte angegeben?

Quellen:

  • Fachbuch „Professionell Schreiben“ von Valentin Zahrnt
  • http://www.onlinemarketing-praxis.de/unternehmenswebsite/texten-fuers-web-gute-online-texte-schreiben
  • http://www.kreativesdenken.com/artikel/bessere-texte-schreiben-lernen.html
  • Bildquelle: Vladyslav Starozhylov – 418014910 / Shutterstock.com

Autor: Jennifer Michels

Über 

Ich beschäftige mich leidenschaftlich mit Content-Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Seit dem Jahr 2010 bin ich selbstständig und habe nach dem Studium bei einem mittelständischen Unternehmen als Head of Marketing gearbeitet. Als Geschäftsführer von SeoPlus.Expert verfolgen ich und mein Team eine einfache Philosophie: Qualität statt Quantität. Neben dem Kunden steht auch der Leser des lancierten Artikels im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Wir schaffen ausschließlich hochwertige Inhalte. Die Domainendung .EXPERT haben wir uns nicht umsonst ausgesucht.

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