Nofollow

Nofollow BIld1Bildquelle: Word cloud for Nofollow © intheskies / Fotolia.com

Kurzdefinition:

Das Nofollow-Attribut ist eine Möglichkeit für Webmaster, einen Link zu „entwerten“. Links besitzen in Bezug auf ihren algorithmischen Einfluss auf die Suchmaschine Linkpower. Verlinkungen von Websites zu Unterseiten oder anderen Domains verleihen diesen Seiten somit eine Wertigkeit, die als Rankingfaktor zur Generierung von Suchergebnissen herangezogen wird.

In manchen Fällen ist es gewünscht, einem Link die Funktion als Instrument zur Weitergabe von Linkpower zu entziehen und den Suchmaschinen aufzutragen, einem Link nicht zu folgen. Durch das nofollow-Attribut kann den Suchmaschinen-Robots diese Anweisung erteilt werden.

Bedeutung und Nutzung des nofollow-Attributs

In der Anfangsgeschichte der Suchmaschinen waren diese als Navigationsinstrument für die Crawler der Suchmaschinen notwendig, sodass diese neue Inhalte im Word Wide Web finden und indexieren konnten. Durch das exponentielle Wachstum von neuen Webseiten erhielten Links eine weitere Funktion: Sie dienten als Referenz für wichtige und relevante Inhalte.

Hierdurch kam jedem Backlink aber auch eine sehr hohe Bedeutung für das Suchmaschinenranking zu. Je höher die Linkpopularität, also die Anzahl der Backlinks, desto besser das Ranking. Hieraus entwickelte sich ein neuer großer Geschäftszweig: Der Verkauf von Links, woraus wiederum unzählige Link-Tauschbörsen und Linkfarmen resultierten. Link-Spamming in Form von sinnlosen Foreneinträgen bis zu stupiden Blog-Kommentaren waren die Folge.

Um hilflosen Webmastern eine Möglichkeit zu geben, auf ihren Seiten gegen Link-Spamming vorzugehen, fanden sich die Unternehmen von Google, Yahoo und Microsoft zusammen und entwickelten das Nofollow-Attribut. Durch dieses Element ist es Webmastern eigenständig möglich, Links in Bezug auf ihre Bedeutung als ein Element zur algorithmischen Bestimmung von Rankings in den Suchergebnissen zu entwerten. Das Nofollow-Attribut wird folgendermaßen im HTML-Dokument verwendet:

<a href=http://www.beispiellink.de“ rel=nofollow”>Beispiellink</a>

Soll auf einer Webseite grundsätzlich keinem Link gefolgt werden, dann ist dies durch folgende Eingabe in den Meta Tags im Head-Bereich der Webseite möglich:

<meta name=”robots” content=”nofollow” />

Nofollow-Attribut richtig einsetzen

Das Nofollow-Attribut bietet vielerlei Möglichkeiten der Verwendung. Allerdings ranken sich auch einige Mythen um die Bedeutung dieses Attributs.

Häufig wird davon ausgegangen, dass durch das Setzen des Nofollow-Attributs der Linkjuice einer Seite gezielt gesteuert werden könne. Indem beispielsweise interne Links, die auf aus marketingstrategischer Sicht irrelevante Seiten verweisen wie das Impressum, entwertet werden, soll der wichtige Linkjuice auf die relevanten Unterseiten geleitet werden. Allerdings wird angeführt, dass der Fluss des Linkjuice hierdurch lediglich gestoppt wird, dass sich dieser „Ansammeln“ und auf andere Webseiten verteilen lässt, wird bezweifelt.

Dennoch taugt das Nofollow-Attribut für Webmaster als wichtiges Werkzeug:

  • Gekaufte Links, die als Werbung gekennzeichnet sind, können entwertet werden, um somit nicht gegen die Google Webmaster Guidelines zu verstoßen
  • Link-Spamming in Gästebüchern oder Foren kann entgegengewirkt werden
  • Soll aus unterschiedlichen Gründen auf Webseiten verwiesen werden, denen die Suchmaschine nicht vertraut, die mit einer Google Penalty belegt sind oder sich aus sonstigen Gründen im Radar der Suchmaschine befinden, so kann mit dem Nofollow-Attribut eine Bad Neighbourhood umgangen werden

In einem Video erklärt Matt Cutts, dass Nofollow-Links nicht zur Rankingeinstufung einer Website herangezogen werden.

Allerdings betont Googles Head of Webspam lediglich, dass Nofollow-Links keinen algorithmischen Einfluss auf das Google Ranking besitzen. Diese können aus anderer Sicht jedoch durchaus interessant sein:

 -> Aus Marketingsicht: Nofollow-Links aus stark besuchten Webseiten garantieren erhöhten Traffic für die eigene Website.

-> Aus SEO-Sicht: Zu jedem „natürlichen“ Backlinkprofil zählen auch Nofollow-Links, die vermeiden, durch ein unnatürliches Backlinkprofil in den Google-Radar zu gelangen.

Über 

Ich beschäftige mich leidenschaftlich mit Content-Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Seit dem Jahr 2010 bin ich selbstständig und habe nach dem Studium bei einem mittelständischen Unternehmen als Head of Marketing gearbeitet. Als Geschäftsführer von SeoPlus.Expert verfolgen ich und mein Team eine einfache Philosophie: Qualität statt Quantität. Neben dem Kunden steht auch der Leser des lancierten Artikels im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Wir schaffen ausschließlich hochwertige Inhalte. Die Domainendung .EXPERT haben wir uns nicht umsonst ausgesucht.

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