Keyword Density

Keyword Density Bild1Bildquelle: SEO – référencement des sites Internet © DURIS Guillaume / Fotolia.com

Kurzdefinition:

Die Keyword Density oder zu Deutsch auch Schlüsselwortdichte beschreibt das prozentuale Vorkommen eines Terms in einem Dokument in Relation zu der gesamten Wortanzahl. Zu Googles Anfangszeiten war die Keyword-Dichte ein entscheidender Rankingfaktor. Mit der Zeit hat Google die Relevanz der Keyword Density aufgrund zahlreicher Manipulationsversuche und Spam-Maßnahmen abgeschwächt.

Mittlerweile kommt der Schlüsselwortdichte fast keine Bedeutung mehr als Rankingfaktor zu, viel mehr ist sie für Information-Retrieval-Systeme wie Internet-Suchmaschinen gänzlich uninteressant.

Das ist die perfekte Keyword-Dichte

Bei einem Keyword oder Schlüsselwort handelt es sich um einen Suchbegriff, den Google-User in die Suchmaske der Suchmaschine eingeben. Dabei kann es sich sowohl um einen einzigen Begriff wie auch um mehrere Begrifflichkeiten handeln, die ein einziges Shorttail- oder Longtail-Keyword ergeben.

Um zu einem bestimmten Suchbegriff zu ranken, muss die Suchmaschine diesen Term im Dokument vorfinden. Daraus folgt jedoch nicht der Schluss, dass eine Webseite umso relevanter eingestuft wird, je häufiger das Keyword im Dokument vorhanden ist. Zu häufiges Verwenden eines Schlüsselbegriffs wird als Spam oder auch Keyword-Stuffing gewertet, widerspricht den Google Webmaster Guidelines und kann zu einer Google Penalty führen.

Matt Cutts selbst erklärt, dass es so etwas wie die perfekte Keyword-Dichte nicht gibt.

Was aus diesem Video jedoch nicht hervorgeht: Die Keyword Density ist aus Sicht der Logik und der Mathematik für Information-Retrieval-Systeme wie Suchmaschinen unsinnig (!) und somit gänzlich irrelevant. Die mathematische Beweisführung ist hier einzusehen.

 

Keywords sind zur Suchmaschinenoptimierung relevant

Aus dem Schluss, dass die Keyword Density im Bereich der Onpage-Optimierung keinerlei Bedeutung erfährt, darf jedoch nicht geschlussfolgert werden, dass Schlüsselbegriffe unwichtig seien. Eine weitaus sinnigere Methode, Keywords in einen Text zu implementieren und Regeln zu der Häufigkeit ihrer Verwendung aufzustellen, bietet die WDF*IDF-Methode.

WDF*IDF entschlüsselt:

  • WDF oder „Within Document Frequency“ beschreibt die Anzahl eines Schlüsselbegriffs in Bezug auf die gesamten im Dokument vorzufindenden Terme auf logarithmischer Basis.

wdf

-> Je öfter ein Term im Dokument zu finden ist, desto größer der WDF-Wert.

  • IDF oder „Inverse Document Frequency“ beschreibt die Relevanz eines Schlüsselbegriffs in Relation zu seinem Vorkommen in sämtlichen Dokumenten einer Datenbank auf logarithmischer Basis.

idf-> Je mehr Dokumente zu einem Term in der Datenbank vorhanden sind, desto schwieriger ist es, für diesen Term Relevanz zu erlangen.

Das Produkt aus WDF und IDF, geschrieben als WDF*IDF, ist also ein Maß für die Relevanz eines Terms innerhalb eines konkreten Dokuments in Relation zu sämtlichen in der Datenbank vorhandenen Dokumenten, die das Keyword vorweisen.

 

WDF*IDF in der Praxis

Doch was lässt sich aus einer WDF*IDF-Analyse für die Praxis ableiten? Um diese Frage zu beantworten, muss eine Suchanfrage aus Sicht der Suchmaschine betrachtet werden. Wer einen Text nach WDF*IDF anfertigt, kann sich mithilfe eines Analyse-Tools an den Seiten der Top 10 aus den SERPs orientieren.

  • Um welches Thema geht es auf der Webseite bzw. im Dokument?

Anhand der Termgewichtung, also der relativen Häufigkeit der Verwendung eines spezifischen Keywords im Dokument, erkennt die Suchmaschine den inhaltlichen Fokus. Die Verwendung eines Schlüsselbegriffs ist demnach vonnöten, damit die Webseite als mögliches Suchergebnis infrage kommt. Wer die Termgewichtung einer Webseite, die auf Rang eins gelistet wird, mit einer Webseite auf Platz 100 vergleicht, wird feststellen, dass die Termgewichtung des ersten Ranges dem spezifischen Suchbegriff deutlicher entspricht.

wdfidfAnhand der Termgewichtung ist eindeutig zu erkennen, dass diese Webseite das Thema „Haftpflichtversicherung“ behandelt.

  • Handelt es sich bei der Webseite um Spam?

Um als Sucherergebnis weiter infrage zu kommen, darf die Webseite nicht als Spam eingestuft werden. Auch hier hilft wieder ein Blick auf die Termgewichtung der ersten Suchergebnisse. Hieraus lässt sich konkret ableiten, welche Term-Häufigkeit die Suchmaschine nicht als Spam wertet. Es ist empfehlenswert, bei der Texterstellung stets unterhalb des Kurvenverlaufs der verschiedenen Keywords zu bleiben.

wdfidf2Der Webseitenvergleich gibt es gutes Bild darüber, in welchem Bereich die von der Suchmaschine akzeptierte Keyword-Häufigkeit liegt. Wie zu sehen ist, gibt es keine auffälligen „Ausreißer“ unter den ersten Suchergebnissen.

  • Lässt sich der thematische Fokus der Webseite nachweisen?

Die Webseite muss der Suchmaschine beweisen, dass es ein Thema, ein Keyword, thematisch auch umfassend behandelt. Hierzu lassen sich sogenannte Proof-Keywords verwenden, die sich mit verschiedenen Analyse-Tools ebenfalls sehr gut extrahieren lassen. Werden in diesem Fall wieder die ersten Suchergebnisse zu einem Keyword analysiert, kann festgestellt werden, dass die Gewichtung der Proof-Keywords bei den Webseiten im Vergleich zu anderen Termen höher ausfällt.

wdfidf3Betrachtet man die häufiger verwendeten Schlüsselbegriffe der Top 10 etwas genauer, geben diese einen sehr konkreten Eindruck darüber, wo der thematische Schwerpunkt der Seiten liegt. Die Proof-Keywords „Haftpflicht“, „Schäden“, „Privathaftpflicht“, „Versicherungsnehmer“ definieren und beweisen den thematischen Schwerpunkt der Seiten.

  • Wie einzigartig ist die Webseite?

Ist von der Einzigartigkeit die Rede, dann ist insbesondere Diversität gemeint. Eine exakte Kopie einer gut rankenden Seite zu erstellen, wird nicht zwangsläufig zu einer Platzierung in den Top 10 führen. Warum sollte die Suchmaschine auf der ersten Seite ausschließlich Websites präsentieren, die exakt denselben Inhalt darbieten?

Da die Suchmaschine trotz der Suchanfrage nicht genau wissen kann, was ein User sucht, stellt sie eine möglichst holistische Themenauswahl zu einem Keyword bereit. In der WDF*IDF-Analyse der ersten Suchergebnisse lässt sich nachweisen, dass diese in der Gewichtung der perspektivischen Keywords stark differenziert sind.

wdfidf4Erweitert man die Grafik auf die perspektivischen Keywords, fällt auf, dass die Top 10 diese unterschiedlich stark gewichten. Konzentrieren sich einige Seiten auf „Tarife“, stehen bei anderen Websites die „Anbieter“ im Fokus. Diversität in den perspektivischen Schlüsselbegriffen scheint demnach ein wichtiges Kriterium bei der WDF*IDF-Optimierung.

Über 

Ich beschäftige mich leidenschaftlich mit Content-Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Seit dem Jahr 2010 bin ich selbstständig und habe nach dem Studium bei einem mittelständischen Unternehmen als Head of Marketing gearbeitet. Als Geschäftsführer von SeoPlus.Expert verfolgen ich und mein Team eine einfache Philosophie: Qualität statt Quantität. Neben dem Kunden steht auch der Leser des lancierten Artikels im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Wir schaffen ausschließlich hochwertige Inhalte. Die Domainendung .EXPERT haben wir uns nicht umsonst ausgesucht.

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