Was hat sich im Linkbuilding in den letzten Jahren verändert?

Was hat sich im Linkbuilding in den letzten Jahren verändert?

Kleiner Hinweis in eigener Sache: Dieser Artikel wurde von einem Trainee erstellt. Wir bitten deshalb um Nachsicht, wenn sich der ein oder andere Fehler eingeschlichen hat.

Wir haben zwei Interviews von namenhafte SEOs analysiert und deren Argumente hier gegenübergestellt. Zum einen Jason De Mers, Gründer und CEO von AudienceBloom in Seattle und Felix Mayer, Online Marketing Manager bei der Seokratie GmbH in München. Felix ist erklärter Gegner vom Backlinkaufbau und Jason Befürworter.

Backlinks

Backlinks sind nicht die einzigen Faktoren des modernen SEOs. Quelle: Rawpixel.com – 378269998 / Shutterstock.com

Black-Box: Ranking-Faktoren

Der Vergleich zwischen diesen beiden Meinungen ist sehr spannend, denn gerade beim Thema Suchmaschinenoptimierung existieren viele verschiedene Ansichten, die sich oft diametral gegenüberstehen. Der Grund dafür ist wohl, dass niemand so recht weiß, wie die von Google propagierten 200 Ranking-Faktoren tatsächlich aussehen – ausgenommen womöglich diejenigen Personen, die bei Google arbeiten und bis auf einige Andeutungen und Tipps niemals alle Geheimnisse des Suchmaschinenproviders offenlegen werden.

Die Google-Ranking-Anforderungen sind somit eines der am besten gehüteten Betriebsgeheimnisse der Welt und gleichzeitig auch eines der wertvollsten Informationsgüter überhaupt. Die besondere Eigenheit der Google-Ranking-Faktoren liegt darin begründet, dass selbst wenn jemand alle Faktoren kennen würde, spätestens innerhalb eines Jahres viele Punkte schon wieder veraltet und möglicherweise nicht mehr von Bedeutung für das Ranking einer Webseite in den SERPs sein würden. Wir wissen, dass Google sein „Rezept“ viele Male im Jahr ändert, um Google-Nutzern permanent die besten Suchergebnisse auf ihre Suchanfragen zu liefern und um sich aktuellen Entwicklungen in der SEO-Branche, die den Google-Verantwortlichen selbstverständlich nicht entgehen, anzupassen. Diesbezüglich ist vordergründig Googles regelmäßiges und durchaus gefürchtetes Qualitätsupdate „Penguin“ zu nennen.

Worin sich wohl alle SEOs einig sind, ist die Tatsache, dass die Relevanz von Backlinks für das Ranking einer Website in den Letzen Jahren mehr oder weniger stark abgenommen hat. Der Grund dafür ist der starke Link-Kauf und Verkauf innerhalb der letzten Jahre. Google hat schnell gemerkt, dass durch Link-Kauf Seiten von minderer Qualität schnell zu einem besseren Ranking gelangten als qualitativ deutlich hochwertigere Webseiten, die fundierten High-End-Content anboten.

Qualität: Wird wichtiger und wichtiger

Die Zeiten, in denen Link-Quantität vor -Qualität stand, sind schon sehr, sehr lange vorbei. Es mag sein, dass der schnelle Aufbau vieler Backlinks noch heute für kurze Zeit Erfolge bringt, aber schon nach einigen Monaten wird eine solche Seite abgestraft, dadurch massiv an Sichtbarkeit verlieren und möglicherweise ganz aus dem Google-Index fallen. Jeder, der ein seriöses Unternehmen führen und eine Marke aufbauen möchte, muss beim Linkbuilding also sehr gut aufpassen und sollte gekaufte Links – wenn überhaupt – in einmaligem und holistischem Top-Content „verstecken“, der aus Sicht von Google und natürlich der User einen Mehrwert bietet.

Google-Penalties (Abstrafungen) werfen Webseiten für Monate und sogar Jahre zurück und können ein Unternehmen durchaus ruinieren, denn es gilt: ohne Sichtbarkeit kein Traffic und ohne Traffic keine Aufträge, weniger Einnahmen und geringerer Umsatz. Immerhin sind Webseiten noch zu retten, indem man gekaufte Backlinks an Google meldet und jene auf diese Weise „entwertet“. Trotzdem dauert es aber in der Regel einige Monate, bis eine Webseite ihre alte Sichtbarkeit zurückerlangt hat.

Googles Interesse: Die Erwartungen des Users erfüllen

Wir wissen, dass es Google – ganz im Sinne des Nutzers – heute vor allem um die Qualität einer Website geht. Das beginnt z.B. bei der Ladezeit, der Onpage-Struktur, der Übersichtlichkeit (Usability) und endet bei fundierten Texten, ansehnlichen Bildern, einmaligen und informativen Grafiken und aufwendig produzierten Videos.

Nutzer-Signale spielen zur Relevanzeinstufung einer Webseite heutzutage eine immer gewichtigere Rolle. Hierzu zählen vor allem die Absprungrate, die Aufenthaltsdauer und die Anzahl der Seiten, die insgesamt aufgerufen werden. Das von Google selbst geschaffene Programm „Rankbrain“ wertet diese Daten aus und kann so die Qualität von Webseiten „messen“ und in das Ranking einfließen lassen.

Webseitenbetreiber selbst können anhand des von Google eigens bereitgestellten Tools „Google Analytics“ das Nutzerverhalten ihrer Webseite eigenständig analysieren und somit aktiv an der Optimierung ihrer Seite arbeiten.

Search Engine Optimization

Wichtige Faktoren für die Suchmaschinenoptimierung. Quelle: Trueffelpix – 178962923 / Shutterstock.com

Fazit: Beide liefern gute Argumente   

Fakt ist, dass beide Experten, auf die ich mich in meinen Ausführungen beziehe, einige gute Argumente liefern. Beide sind sich einig, das professionelles Linkbuilding sehr viel anspruchsvoller geworden ist.

Jason vertritt die Ansicht, dass es nach wie vor noch sehr lohnenswert ist, Backlinks aktiv aufzubauen. Diese Meinung teile ich mit ihm, denn gerade Start-ups, kleineren Webseiten und Online-Shops bleibt in der Regel nichts anderes übrig, als Backlinks zu kaufen, um in Bereichen mit mittlerer oder hoher Konkurrenz überhaupt in den SERPs zu ranken.

Guter Content wird heutzutage leider auch seltener verlinkt als noch vor einigen Jahren. Organische Verlinkungen zu erhalten ist also schwerer geworden, sodass vielen kein anderer Weg offensteht, als ihr Rankingergebnis durch Link-Kauf zu optimieren.

Felix weiß selbst, dass er mit seiner Meinung, es ginge auch gänzlich ohne Link-Kauf, so ziemlich allein dasteht. Recht hat er aber, wenn wir von Marktführern oder großen Brands sprechen. Diese haben nämlich bereits hunderttausende Seiten indexiert und sind so bekannt, dass aktives Linkbuilding ein Risiko aufgrund einer möglichen Abstrafung darstellen würde.

Als Beispiel kann in diesem Fall eBay angeführt werden, auch Media Markt oder Amazon. Für diese Unternehmen liegen lohnende SEO-Maßnahmen vor allem in einer Onpage-Optimierung, in großen Social-Media-Kampagnen oder in der Veröffentlichung von einmaligem Content, um nur einige effektive Maßnahmen zu nennen.

Autor: Hans Maier

Bidlquellen:

  • Rawpixel.com – 378269998 / Shutterstock.com
  • Trueffelpix – 178962923 / Shutterstock.com

Über 

Ich beschäftige mich leidenschaftlich mit Content-Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Seit dem Jahr 2010 bin ich selbstständig und habe nach dem Studium bei einem mittelständischen Unternehmen als Head of Marketing gearbeitet. Als Geschäftsführer von SeoPlus.Expert verfolgen ich und mein Team eine einfache Philosophie: Qualität statt Quantität. Neben dem Kunden steht auch der Leser des lancierten Artikels im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Wir schaffen ausschließlich hochwertige Inhalte. Die Domainendung .EXPERT haben wir uns nicht umsonst ausgesucht.

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