Google Penalty

Google Penalty Bild1Bildquelle: Gerichtshammer mit Maus © Thomas Jansa / Fotolia.com

Kurzdefinition:

Ist von einer Penalty die Rede, so ist damit die Abstrafung einer einzelnen Webseite oder sogar ganzen Domain durch den Suchmaschinenanbieter Google gemeint. Eine Penalty wird aufgrund des Verstoßes gegen die Google Webmaster Guidelines ausgesprochen und kann sowohl algorithmisch als auch manuell durch Google-Mitarbeiter erfolgen. Hierbei gilt es zwischen den verschiedenen Penalty-Level zu unterscheiden. Diese können auf Keyword-, URL- oder Domain-Ebene erfolgen. Im extremsten Fall folgt eine Deindexierung, nach welcher die Website nicht mehr über die Google-Suche auffindbar ist.

So lässt sich eine Google Penalty erkennen

Monitoring ist hier das entscheidende Stichwort. Google Penalties lassen sich hauptsächlich durch Monitoring-Tools diagnostizieren. Allerdings gilt dies vordergründig für algorithmische Abstrafungen. Über manuell verhängte Penalties werden Webseitenbetreiber persönlich informiert, wenn diese sich in der Search Console von Google angemeldet haben. Denn in der Tat können Google-Mitarbeiter Webinhalte auch manuell entfernen oder Webseiten abstrafen.

Bei einer algorithmischen Penalty wird die Sache bereits schwieriger. Ableiten lässt sich eine mögliche Abstrafung aus auffälligen Änderungen in den KPIs.

  • Sichtbarkeitsindex: Bricht der Sichtbarkeitsindex in kurzer Zeit stark ein, kann dies auf eine algorithmische Penalty hindeuten. Meist gehen mit diesem Fall neue Google-Updates einher wie beim Panda- oder Penguin-Update.
  • Rankingpositionen: Verliert eine Website auffällig viele Rankingplätze zu spezifischen Keywords in den SERP, kann dies ebenfalls auf algorithmische, jedoch auch manuelle Maßnahmen schließen lassen. In diesem Fall wird auch vom Deranking gesprochen.
  • Deindexierung: Ist eine Webseite über die Google-Suche gar nicht mehr zu finden, spricht dies für eine Deindexierung, die extremste Variante der Google-Penalty.

Vorsicht:

Nicht jede ungewöhnliche Änderung in den KPIs lässt automatisch den Rückschluss auf eine Penalty zu. Werden Webseiten abgestraft, zu denen durch Backlinks eine Verknüpfung besteht, führt dies zur Schwächung des Link Juice, wodurch sich Einbußen in den Kennzahlen ebenfalls erklären lassen.

Die verschiedenen Penalty-Level im Überblick

Welche Penalty durch Google gesetzt wird, das hängt von der Art des Vergehens ab. Auf jeden Fall sollte bei erkannter Abstrafung schnellstmöglich eine Optimierung der Webseite erfolgen.

Penalty Auswirkung
Keyword-Penalty Die Abstrafung bezieht sich ausschließlich auf ein Schlüsselwort. Alle anderen Keyword-Rankings der Seite bleiben hiervon unberührt.
URL- oder Verzeichnis-Penalty Betrifft eine konkrete Unterseite. Diese ist über die Google-Suche über keine Suchbegriffe oder nur noch wenige Longtail-Keywords mit wenig Konkurrenz zu finden. Speziell für die Verzeichnis-Penalty kann gelten, dass Teilbereiche der Webseite über Google nicht mehr erreichbar sind.
Domain-Penalty oder seitenübergreifende Penalty In diesem Fall verliert die gesamte Domain ihre Rankings für fast sämtliche wichtigen Keywords. Diese Strafe erfolgt lediglich, wenn die gesamte Webseite durch minderwertigen Content auffällt und gegen die Google-Richtlinien verstößt.
Delisting oder Deindexierung Dieser Worst Case ist mit dem endgültigen Aus der Webseite aus marketingstrategischer Sicht gleichzusetzen. Die Domain verschwindet gänzlich aus dem Google Index und ist über die Google-Suche nicht mehr aufzufinden. Man spricht in diesem Fall auch von einer verbrannten Website. Deindexierung wird nur bei regelmäßigen und schweren Verstößen gegen die Google Webmaster Guidelines vorgenommen.

Webspam melden und Google Penalties aufheben

Wer im World Wide Web selbst auf Webspam trifft, dem ist der Spam-Report von Google zu empfehlen. In der Regel sind manuelle Abstrafungen bei gerechtfertigten Beschwerden die Folge.

Wer selbst einer Penalty auf seiner Webseite begegnet, der sollte die Verstöße gegen Googles Webmaster Guidelines schnellstmöglich beheben. Sobald dies erfolgt ist, kann ein Reconsideration Request beim Suchmaschinenanbieter erfolgen, sodass die Dauer der Penalty herabgesetzt oder diese gänzlich aufgehoben wird.

Aber: Der Reconsideration Request dient nur der Aufhebung manueller Penaltys. Algorithmische Abstrafungen können nur behoben werden, indem Offpage- oder Onpage-Maßnahmen umgesetzt werden, die dazu führen, dass die Webseite durch den algorithmischen Filter nicht mehr als Spam identifiziert wird.

Über 

Ich beschäftige mich leidenschaftlich mit Content-Marketing und Suchmaschinenoptimierung. Seit dem Jahr 2010 bin ich selbstständig und habe nach dem Studium bei einem mittelständischen Unternehmen als Head of Marketing gearbeitet. Als Geschäftsführer von SeoPlus.Expert verfolgen ich und mein Team eine einfache Philosophie: Qualität statt Quantität. Neben dem Kunden steht auch der Leser des lancierten Artikels im Mittelpunkt unserer Aktivitäten. Wir schaffen ausschließlich hochwertige Inhalte. Die Domainendung .EXPERT haben wir uns nicht umsonst ausgesucht.

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